So sichern Sie Ihre Liquidität in der Corona-Krise

Diese Möglichkeiten gibt es für Pirmasenser Unternehmen zur Sicherung der Finanzen

Die für uns alle neuartige Situation erfordert Unterstützung und Informationen von allen Seiten. Die Wirtschaftsförderung Pirmasens möchte in diesem Zuge auf Möglichkeiten aufmerksam machen, wenn Sie als Unternehmen von der jetzigen Situation betroffen sind und durch den Coronavirus vor Liquiditätsproblemen stehen.

Übersicht

  1. Kurzarbeitergeld
  2. Steuerstundungen
  3. Betriebsmittelkredite
  4. Energie- und Wasserversorung
  5. Miete und Pacht
  6. Service- und Dienstleistungsangebote
  7. Beratung und Hilfestellung
  8. Sozialversicherungsbeiträge

Zuletzt aktualisiert: Samstag, 1. April 2020 / 9:53 Uhr

1. Kurzarbeitergeld

Sie können Kurzarbeitergeld elektronisch beantragen
https://www.arbeitsagentur.de/eservices-unternehmen

Nutzen Sie Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/arbeitgeber-service

Lesen Sie dazu das 32seitige Merkblatt Kurzarbeitergeld auf https://www.arbeitsagentur.de/datei/merkblatt-8a-kurzarbeitergeld_ba015385.pdf

https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-bei-entgeltausfall

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2. Steuerstundungen

Um die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, besteht die Möglichkeit einer evtl. Stundung von Steuerzahlungen, zur Senkung von Steuervorauszahlungen.

Dazu finden Sie weitere Informationen der Landesregierung unter:
https://www.rlp.de/de/buergerportale/informationen-zum-coronavirus/

Wenden sie sich hierzu an Ihr Finanzamt.

Lesen Sie hierzu auch Punkt 2. Steuerliche Liquiditätshilfen für Unternehmer im Schreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie „Ein Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“ auf https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2020/20200313-schutzschild-fuer-beschaeftigte-und-unternehmen.html

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3. Betriebsmittelkredite

Es gibt Betriebsmittelkredite  der ISB & KfW für Mieten, Personal, etc. Erstellen Sie einen Liquiditätsplan und nehmen Sie frühzeitig Kontakt zu Ihrer Hausbank auf. Diese wird prüfen, ob ein Betriebsmittelkredit gewährt werden kann. Lesen Sie hierzu
https://www.bb-rlp.de/fuer-banken/corona-krise-foerderhilfen-der-buergschaftsbank/

Weiter ist im Gespräch ein Notfallfond für Solounternehmen und Kleinunternehmen.
Hierzu können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch keine weiteren Informationen geben.

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4. Energie- und Wasserversorgung

In Zeiten in denen Ihr Unternehmen/Betrieb geschlossen ist, wird natürlich auch wenig bis keine Energie und Wasser verbraucht. Trotzdem laufen die Abschläge in voller Höhe weiter. Um hier kurzfristig Ihre Liquidität zu erhöhen sprechen Sie mit Ihren Energie- und Wasserversorgern um evtl. eine Reduzierung des Abschlags zu vereinbaren oder den Abschlag für diese Zeit ganz auszusetzen. Es wird sich mit Sicherheit eine Lösung finden.

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5. Miete und Pacht

Sprechen Sie Ihren Vermieter an, ob es Möglichkeiten einer Reduzierung oder Stundung der Miete/Pacht gibt. In der Regel ist Ihrem Vermieter daran gelegen, dass Sie auch nach der Krise langfristig als Mieter bleiben. Es gibt schon erste Fälle, bei denen die Mietzahlungen reduziert oder sogar ganz ausgesetzt sind bis absehbar ist, wann die Geschäfte wieder öffnen dürfen.

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6. Service- und Dienstleistungsangebote

Wie können Sie trotz Schließung weiter Umsatz generieren? Machen Sie sich Gedanken ob Ihre Kunden Ihre Waren vielleicht online bestellen können und Sie dieses unkompliziert mit einem Hauseigenen Lieferservice zu Ihren Kunden bringen. Oder mit Paketdiensten verschicken können.

Vielleicht können Sie auch Ihre Dienstleistung online anbieten. In Form von Online-Coaching, Webinaren, Telefonberatung etc. 

Seien Sie kreativ!

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7. Beratung und Hilfestellung

Viele Institutionen bieten schnell und unkompliziert Beratungen und Hilfestellungen. 

Beispielhaft: 

Prüfen Sie, welche Kosten trotz Schließung weiterlaufen und überlegen Sie wie diese aktuell minimiert werden können.

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8. Sozialversicherungsbeiträge

Die gesetzlichen Krankenkassen sind verantwortlich für den Einzug aller Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung).

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hat in dem beiliegenden Rundschreiben Erleichterungen bei der Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen angekündigt, um von der Corona-Krise betroffene Unternehmen zu unterstützen.

Diese Hilfestellungen gelten auch für freiwillig in der Gesetzlichen Krankenversicherung versicherte Selbstständige. Bei Selbstständigen ist allerdings zu prüfen, ob vor einer Stundung auch die Möglichkeit einer Beitragsermäßigung wegen eines krisenhaften Gewinneinbruchs in Betracht kommt.

Um eine Stundung der Sozialversicherungsbeiträge zu beantragen wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse, an die Sie als Unternehmer die Sozialversicherungsbeiträge abführen.

Weitere Informationen unter https://mwvlw.rlp.de/de/themen/corona

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